MTV am Turnfest: Bus-Odyssee und Ranglisten-Genugtuung
- Martin Giedemann
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Die Vorbereitungsphase war lang und intensiv: Unsere beiden Leiter Roland Marclay und René Ingold hatten uns geduldig und minuziös auf den Tag X vorbereitet. Am Samstag, den 20. Juni 2026 galt es schliesslich ernst. Der MTV Untersiggenthal rückte mit einer starken Truppe von 13 Wettkämpfern am Turnfest Seengen im Seetal an. Und ganz wichtig: Mit Heinz Zumsteg stellten wir zudem einen unbestechlichen Schiedsrichter. Bei herrlichen, aber brutal heissen Sommerbedingungen war alles angerichtet – dachten wir zumindest.

Anreise auf Umwegen
Denn die erste echte sportliche Höchstleistung wurde uns bereits vor dem eigentlichen Start abverlangt. Als der geplante Bus in Untersiggenthal einfach ausfiel, mutierten wir kurzerhand zu Läufern, um den Zug in Turgi überhaupt noch rechtzeitig zu erwischen. Wer glaubte, das ÖV-Theater sei damit beendet, wurde in Lenzburg eines Besseren belehrt. Dort entpuppten wir uns als blinde Passagiere und bestiegen zielsicher den falschen Bus. Dank dieses logistischen Zusatztrainings kamen wir jedoch maximal aufgewärmt in Seengen an. Ein grosses Glück übrigens, dass wir überhaupt dabei waren: Weil es dieses Jahr schweizweit nur ganz wenige Turnfeste gibt, war unsere frühzeitige Anmeldung pures Gold wert.
Treue Fans an der Seitenlinie
In den sechs Fit&Fun-Wettkämpfen gaben wir alles. Der erhöhte Adrenalinspiegel sorgte allerdings für den einen oder anderen Aussetzer im System. Zum Glück wurden wir von der Seitenlinie durch unsere zahlreichen, treuen Schlachtenbummler umgehend und lautstark korrigiert. Markante Zitate wie «Nid em Böle nocheluege, sofort witerseckle!» hallten über den Platz und brachten den Fokus postwendend zurück.
Apéro für Gesamtverein
Der verdiente Lohn folgte nach dem sportlichen Teil: Ein Überraschungsapéro wartete auf alle Untersiggenthaler Turnerinnen und Turner, grosszügig gesponsert von Rolf Graf. Das rettete die ausgetrockneten Turnerseelen vor dem Hitzekollaps. Das Festgelände präsentierte sich im Anschluss als eine einzige, riesige Festhütte. In absolut friedlicher und genialer Stimmung feierten alle zusammen – Junge und Alte, Männlein und Weiblein. Spät am Abend kehrten wir schliesslich zufrieden, stolz und todmüde nach Hause zurück.
Last but not least. Unser Hauptziel haben wir erreicht – gegenüber dem letzten Turnfest konnten wir uns in der Rangliste verbessern.














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