Spannender Erstliga-Kampf in Baden

Die erste Mannschaft verliert auswärts gegen Turbine Baden mit 1:3 (19:25, 25:18, 29:31, 16:25) nach einem hart umkämpften Match, langen Ballwechseln und einem umstrittenen Schiri-Entscheid. Volleyball ist ein Fehlersport. Wichtig ist, wer am Ende 25 Punkte bzw. zwei Punkte mehr als der Gegner hat. Entscheidend sind weder einzelne Fehler von Spielern und erst recht nicht der eines Schiedsrichters. Es ist immer erst die Summe, die es ausmacht bzw. wie man damit umgeht. Die Euphorie über den 27:25 (zurecht) gewonnen geglaubten dritten Satz wandelte sich bei den Untersiggenthalern schlagartig in Resignation als der Schiedsrichter 26:26 anzeigte. Das Team hätte den Satz noch gewinnen können, aber das Momentum kippte zu Turbine Baden und die Untersiggenthaler mussten ohne Punktgewinn den Heimweg antreten.


Most Valuable Player

Es gäbe über jeden Spieler sehr viel Positives zu berichten. Hervorzuheben ist Raakulaan Kapilaravi als wertvollster Spieler des Matches. Mit seinen gerade mal 16 Jahren spielte er ein überragendes Match in der 1. Liga. Raakulaan begann erst vor drei Jahren mit dem Volleyball spielen. Umso beeindruckender ist, was er heute bereits auf das Spielfeld zaubert. Er nahm gut ab und leitete damit den ersten Schritt zu erfolgreichen Angriffen ein. In der Verteidigung stand er am richtigen Ort und bewegte sich schnell.

Er machte trotz druckvollem Aufschlag keinen Servicefehler sowie generell kaum Fehler. Misslang ihm doch mal ein Ball, konnte er diesen sofort abhaken und den nächsten Ball wieder mit voller Konzentration sauber spielen. Das ist etwas, was der Rest der Mannschaft von ihm lernen kann. Vielleicht ist es die jugendliche Unbekümmertheit, die da hilft. Raakulaan erzielte einige direkte Punkte mit dem Angriff. Das, obwohl die Badener gut verteidigten. Mit seiner doch ungewöhnlichen Schlagtechnik ist für den Gegner scheinbar schwer zu lesen, ob er die Bälle longline rein-zimmert oder diagonal versenkt. Er ist bezüglich des Abschlagpunktes schon sehr flexibel und in dem Match wusste er auch, wann der Ball nur noch als Pass oder Finte spielbar war.



Für den STV Untersiggenthal spielten: Marion Stettler (Pass), Anja Krämer (P), Markus Fischer (Mitte), Denis Schatzmann (M), Dave Abderhalden (Aussen), Raakulaan Kapilaravi (A), Daniela Klancnik (A), Veronika Migliorato (A), Lynn Scherer (A), Stephanie Krasniqi (Libera)



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